Nach meiner Wahl zum Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, mit einer breiten parteiübergreifenden Mehrheit, habe ich nach nahezu 13 Jahren das Amt des Leiters der ÖVP-Delegation aus grundsatzpolitischen Überzeugungen freiwillig zurückgelegt. Aus Respekt gegenüber der Aufgabe, der Funktion und der Zustimmung aus allen pro-europäischen Lagern. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Aus diesem Grund stehe ich auch jetzt, nach den personellen Veränderungen in der Delegation, nicht als Delegationsleiter zur Verfügung. 

Mein Programm war, ist und bleibt die parteiübergreifende Zusammenarbeit und das Miteinander. Meine europa- und demokratiepolitischen Grundsätze sind nicht von Personalentscheidungen und Wahlergebnissen abhängig. 

Meine ganze Kraft werde ich in diesem Jahr, in den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern über die Zukunft Europas investieren. Die Handlungsfähigkeit und Glaubwürdigkeit der EU bei der Bewältigung der globalen Herausforderungen sowie der Zustand der Europäischen Demokratie sind dabei Schlüsselfragen.

28/28 Joint Meeting

Die Kommunikation über die EU liegt in unserer gemeinsamen Verantwortung. Der Erfolg der Europawahlkampagne basiert auch auf der engen Kooperation zwischen den Verbindungsbüros des Europaparlaments und den Vertretungen der Europäischen Kommission in den Mitgliedstaaten. Umso mehr freue ich mich über die gestern unterzeichnete Absichtserklärung, in Zukunft noch enger zusammenzuarbeiten und das Treffen mit den Leitern der Büros in den Mitgliedstaaten im Rahmen des „28/28 Joint Meeting“.

Am Dienstag überreichte mir mein Kollege Alex Bernhuber – stellvertretend für das gesamte Parlament – einen Christbaum aus meiner Heimat Niederösterreich.

Ich freue mich sich sehr, in der neuen Legislaturperiode den Baum aus meiner engeren niederösterreichischen Heimat wieder als Vizepräsident für alle Abgeordneten und Mitarbeiter des Europaparlaments entgegennehmen zu dürfen.

Heute durfte ich das neue interaktive Besucherzentrum ‚Europa Experience‘ gemeinsam mit Margrethe Vestager und Jeppe Kofod in Kopenhagen ?? eröffnen.

Das Europäische Parlament ist die Bürgerkammer Europas und das Herzstück der Europäischen Demokratie. Mit dem „Erlebnis Europa“ bringen wir ein Stück des Europäischen Parlaments in die dänische Hauptstadt.

Seit dem Start des Pilotprojektes im Schuljahr 2015/2016 ist das Netzwerk der Botschafterschulen für das Europäische Parlament auf über 1.500 Schulen angewachsen. Dass es weiter wächst, freut mich als verantwortlicher Vizepräsident sehr: Für das heurige EPAS-Einführungsseminar haben sich 97 LehrerInnen aus 24 Mitgliedstaaten angemeldet und mit mir über die zukünftige Herausforderungen der EU diskutiert.

Jeder Bürger sollte Botschafterin und Botschafter der europäischen Idee sein. Um das zu erreichen, ist es besonders wichtig, bei der Bildung anzusetzen. Danke an die Botschafterschulen für das Engagement rund um die Europäische Union!

Heute vertrete ich das Europäische Parlament beim 6. Northern Dimension Parliamentary Forum in Bodø/Norwegen, der europäischen Kulturhauptstadt 2024. 

Das Europäische Parlament ist sich der wichtigen Rolle der Politik und des Potenzials der ‚nördlichen Dimension‘ bewusst. Vor allem die regionale Zusammenarbeit bei der nachhaltigen Entwicklung, dem Umweltschutz, dem Verkehr, der öffentlichen Gesundheit und dem sozialen Wohlergehen ist von besonderer Bedeutung. Es ist wichtig, dieses parlamentarische Forum zu nützen, um den Dialog weiter zu verstärken und Weichenstellungen für zukünftige Kooperationen vorzunehmen.

Wien (OTS) – Für ihr Projekt „MuslimInnen gegen Antisemitismus“ wurde die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) im Mai mit dem dritten Platz beim Europäischen Jugendkarlspreis 2019 ausgezeichnet. Diese Woche hatte die MJÖ die Möglichkeit, dieses Projekt dem Kulturausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel vorzustellen.

Othmar Karas, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, der die MJÖ-VertreterInnen am Rande der Veranstaltung getroffen hat, gratulierte Canan Yasar und Bouchra Ikherrazene stellvertretend und zeigte sich begeistert von deren Engagement: „Die MJÖ zeigt in eindrücklicher Weise vor, wie durch Begegnung Vorurteile überwunden werden und das Zusammenleben in Europa verbessert wird. Das Projekt „MuslimInnen gegen Antisemitismus“ ist ein Vorbild für alle Europäerinnen und Europäer, egal welchen Glaubens.“

Die MJÖ sensibilisiert mit „MuslimInnen gegen Antisemitismus“ junge MuslimInnen zum Thema Antisemitismus und beleuchtet das Thema aus einer innermuslimischen Perspektive. Das Projekt schafft Begegnungsräume zwischen MuslimInnen und Jüdinnen/Juden. Workshops von ExpertInnen und Überlebenden des Holocaust, Reisen zu den ehemaligen Konzentrationslagern, und das Kennenlernen von Organisationen, die gegen den Antisemitismus kämpfen, tragen zum gegenseitigen Verständnis zwischen den Gemeinschaften wesentlich bei.

Bewerbungsphase für Jugendkarlspreis 2020 gestartet

Der Europäische Karlspreis der Jugend wird jedes Jahr vom Europäischen Parlament und der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen an europäische Projekte junger Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren verliehen, die aktiv zur Weiterentwicklung Europas beitragen. Die Bewerbungen für den Europäischen Jugendkarlspreis 2020 sind bis 31. Jänner 2020 möglich.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier

Rückfragen & Kontakt:

Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments 
Bernhard Schinwald, Presse 
+43 1 516 17/211 
bernhard.schinwald@europarl.europa.eu

„Bestätigung der erfolgreichen parteiübergreifenden Arbeit und Zusammenarbeit im Europaparlament“

Straßburg (OTS) – „Vor wenigen Minuten wurde ich im ersten Wahlgang zum zweiten Mal zum Vizepräsidenten der Bürgerkammer Europas gewählt, dem Parlament der Bürgerinnen und Bürger. Ich freue mich sehr, bin für das Vertrauen dankbar und mir der Verantwortung bewusst“, sagt der Europaabgeordnete Othmar Karas. 

„Für mich ist die große Zustimmung eine Bestätigung, für meine erfolgreiche, parteiübergreifende Arbeit und Zusammenarbeit, für das aufgebaute Vertrauen, für meine Art, mit Verantwortung umzugehen und auf Menschen zuzugehen und für meine angekündigten Schwerpunkte“, sagt Karas. 

„Wir sind an einer Weggabelung angekommen. Die liberale Demokratie ist gefährdet. Das liegt an neuen Formen des Autoritarismus, neuen Formen der Kommunikation, dem Erstarken des Populismus und Hinterzimmermauscheleien der EU-Staats- und Regierungschefs“, sagt Karas. „Gerade der jüngste Umgang mit dem Spitzenkandidatenmodell und dem Europaparlament macht es neuerlich deutlich, dass wir ein selbstbewusstes, starkes Europaparlament und Reformen brauchen. Die Regierungen sind den Parlamenten verantwortlich, nicht Parlamente den Regierungen verpflichtet.“ 

„Daher werde ich das Amt des Vizepräsidenten der Bürgerkammer der EU nutzen, um für den Erhalt und die Weiterentwicklung der liberalen Demokratie zu kämpfen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass bei jeder Entscheidung auf europäischer Ebene das Europaparlament an Bord ist. Und ich werde alles dafür tun, dass Zusammenarbeit und das Miteinander mehr denn je zum Programm dieses Hauses werden. Wir müssen das Vertrauen der Bürger in ihr Parlament weiter stärken“, sagt Karas. 

„Ich danke meiner Delegation und der Fraktion für meine Nominierung als Vizepräsident und allen Kolleginnen und Kollegen für die Zustimmung bereits im ersten Wahlgang“, schließt Karas.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Othmar Karas MEP, Tel.: +32-2-28-45627, othmar.karas@ep.europa.eu 
Wolfgang Tucek, EVP-Pressedienst, Tel.: +32-484-121431, wolfgang.tucek@ep.europa.eu