Danke für Euer Kommen! Schön, dass Ihr alle da seid und ein Signal dafür setzt, dass uns trotz aller Unterschiede, mehr eint, als uns trennt.

Danke den Initiatoren, die dieses Zeichen möglich machen. Warum sind wir jetzt am Morzinplatz, im Herzen Wiens, im Herzen Österreichs, im Herzen Europas zusammengekommen? Gemeinsam?

1. Weil WIR GEMEINSAM jede Form von Gewalt, Terrorismus, Extremismus, Missbrauch von religiösen Glaubensgrundsätzen und politischen Ideologien, jeden Versuch unsere Gesellschaft zu spalten und unsere gemeinsamen Werte zu verletzen, nicht nur verabscheuen, sondern gemeinsam verurteilen.

2. Weil WIR GEMEINSAM trauern. 

Bundespräsident Alexander van der Bellen hat es  treffend formuliert, wenn er meinte: Unser tiefes Mitgefühl gilt allen Verletzten und  allen Traumatisierten dieser schlimmsten Nacht in unserer jüngsten Geschichte. „Unsere Tränenfließen für alle aus unserer Mitte, die ihr Leben durch den Terroranschlag verloren haben und ihren Familien, wie Freundinnen und Freunden.“

3. Weil WIR GEMEINSAM DANKE sagen:

  • Den Polizistinnen und Polizisten
  • Den Rettungskräften
  • Der Zivilgesellschaft
  • Den verantwortungsvollen Medien

… die sich um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft bemühen, die Demokratie und unsere gemeinsamen Werte schützen.

4. Weil WIR GEMEINSAM ein Zeichen setzen wollen:

Hass darf und kann nie stärker sein als der Zusammenhalt in unserem Land und ganz Europa, unsere Werte und die Grundsätze der einzigartigen, europäischen, liberalen Demokratie.

5. Wie vor 66 Stunden zwei Welten aufeinandergeprallt sind: Dunkelheit und Hoffnung!

  • Einer von uns, mit Migrationshintergrund, wird zum Terroristen und Mörder.
  • Zwei von uns, mit Migrationshintergrund, mit gleichem religiösen Bekenntnis, bringen einen angeschossenen Polizisten und eine verletzte Frau aus der Gefahrenzone!
  • Einer will unsere Gesellschaft, spalten, kaputt machen, sich rächen.
  • WIR arbeiten für die Stärkung des Zusammenhalts, unsere Demokratie und die gemeinsamen Werte, die uns vereinen sollen, nicht spalten.
  • Der Eine hasst.
  • Wir respektieren einander und wollen gemeinsam unsere Welt besser machen.

Wir haben viel zu tun. Lassen wir uns nicht beirren. Schöpfen wir aus der spürbaren Verbundenheit, die auch hier und jetzt gelebt wird, die nötige Kraft dafür. 

Vergessen wir nie, was uns verbindet. Es ist immer mehr, als uns unterscheidet.