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BÜRGER UND DEMOKRATIE

Karas: „Politik und Politiker müssen sich neu finden“

Vöcklabruck, 11.08.2010
Hart ins Gericht mit seinem eigenen Berufsstand geht der Europa-Abgeordnete Othmar Karas bei einem Sommergespräch in Vöcklabruck. „Die Politik hat sich dem Bürger zu stellen und sich nicht vor ihm davonzustehlen“, sagt er vor allem im Hinblick auf die Europa-Verdrossenheit der Österreicher. Derzeit hätte Europa nicht nur eine Wirtschafts- und Finanzkrise, sondern auch eine Politikkrise. Politiker hätten die Aufgabe, die Realität zum Bewusstsein der Bevölkerung zu machen und nicht immer nur drumherum zu reden. Darum lehne er es auch ab, die Budgetrede zu verschieben. „Das schafft Unbehagen unter den Menschen.“ Die Voraussetzung für ein zeitgerechtes Budget wäre aber ein ehrlicher Kassasturz gewesen, erklärt Karas. Und den hätte man der Bevölkerung erklären müssen. „Die Menschen müssen ja verstehen, worum es geht. Es sollte nichts geben, was ein Politiker nicht sagen darf.“

Ihm gehe es gerade in Krisenzeiten um ein neues Selbstverständnis der Politik und der Politiker. „Wir müssen Politik machen und nicht nur verwalten, wir müssen Verantwortung übernehmen und wir müssen die Menschen zu Beteiligten machen, Projekte mit ihnen gemeinsam erarbeiten und vor allem offen sein zu den Bürgern“, sagt Othmar Karas, der ja in Brüssel auch im „Sonderausschuss Politikgestaltung“ mitarbeitet. Politik müsse die Menschen informieren und mit ihnen arbeiten. Das sei derzeit kaum der Fall. Politik habe eine Bringschuld, nicht der Bürger eine Holschuld. „Das Internet und Vierfarbbroschüren können den direkten Kontakt mit den Bürgern nicht ersetzen“, sagt Karas und begibt sich auf eine Gesprächstour durch den Vöcklabrucker Wochenmarkt.