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PRESSESPIEGEL

Europäischer Wind am Arlberg

Tirol, 15.01.2019

Von Sarah Huemer und Michael Wolf 

 

Im Rahmen des bereits 12. Europäischen Mediengipfels in Lech am Arlberg war auch die Universität Innsbruck mit einigen engagierten Stipendiatlnnen stark vertreten. 

Alle Jahre wieder leitet der Europäische Mediengipfel in Lech am Arlberg den Auftakt zur Wintersaison ein. Wo ringsherum die ersten Ski- und Snowboard-Schwünge in den weltbekannten innerösterreichischen Grenzberg gezaubert wurden, traf man sich auch heuer wieder zum hochkarätig besetzten Jour fixe. Der Wichtigkeit der Zusammenkunft geschuldet, nahmen sich die anwesenden Vertreterinnen der politischen, wissenschaftlichen und literarischen Zünfte allerdings gleich zwei volle Tage (29.11.-01.12.2018) Zeit, sich dem diesjährigen Generalthema - "Europa und die neue Weltpolitik: Zwischen Protektionismus, Populismus und Provokationen" - gebührend anzunähern. Unter den rund 130 Gästen befanden sich auch dutzende prominente Namen, darunter beispielsweise EU-Kommissar Johannes Hahn, der ehemalige Bild-Chefredakteur Kai Diekmann sowie Österreichs Schriftstellergröße Robert Menasse. 

 

So vielschichtig wie die Besetzung der verschiedenen Podien waren auch die Inhalte der dazugehörigen Diskussionen. Die Bandbreite der Input- und Streitgespräche reichte dabei von Österreichs europäischer Verantwortung mit Blick auf die gerade wirkenden Desintegrationstendenzen (Stichwort: BREXIT), über den nach wie vor schwelenden Nahostkonflikt, die digitale Datensicherheit, bis hin zur praktisch auf dem gesamten Globus spürbaren Krise demokratischer Entscheidungsprozesse. 

"Wir brauchen ein besseres Europa", so Heribert Prantl, der als Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung die schwierige Gemengelage in seiner Keynote am Eröffnungsabend in Lech bereits treffend zusammenfasste. Am zweiten Tag wechselte der gesamte Veranstaltungstross dann ins rund 15 Kilometer entfernte St. Christoph, wo eine illustre Politikerrunde - darunter Staatssekretärin Karoline Edtstadler, die Landeshauptmänner Markus Wallner (Vorarlberg) und Arno Kompatscher (Südtirol) sowie Tirols Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann - über (makro-)regionale Politik und die allgemeine Lage der EU reflektierten. 

Aber auch am darauffolgenden Samstagvormittag dachte kaum jemand der Anwesenden an einen vorzeitigen Aufbruch ins winterliche Gebirge, hatte man doch niemand Geringeren als Edward Snowden-Anwalt Robert Tibbo im "Standard Talk" zu Gast, welcher unter anderem über die spektakuläre Flucht seines Klienten berichtete. Der Menschenrechtsanwalt richtete dabei aber vor allem auch einen klaren Appell an seine Zuhörerinnenschaft, stets über die Gefahren permanenter Überwachung aufmerksam zu machen. Abgerundet wurde der Mediengipfel mit einer spannenden Podiumsdiskussion über den BREXIT. 

Elitär und abgeschottet? Was sonst bei Veranstaltungsformaten dieser Art fast immer der Fall ist, trifft beim Mediengipfel mitnichten zu. "Wir freuen uns, dass wir auch dieses Jahr wieder 30 Stipendiaten an Bord haben", so das Mediengipfel-Organisatoren-Trio Stefan Kröll (GF ProMedia Kommunikation), Herman Fercher (Direktor Lech Zürs Tourismus) und Hans-Peter Siebenhaar (Präsident des Verbandes der Auslandspresse in Wien). In Form einer "Medienakademie" und eines EU-Stipendienprogramms bekamen engagierte Studierende renommierter europäischer Universitäten und Fachhochschulen - darunter gleich acht Stipendiatlnnen des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck - die wohl ziemlich einmalige Gelegenheit, ihre journalistischen Ambitionen in einem höchst professionellen Ambiente Ausdruck zu verleihen. Schirmherren des Programmes waren dabei das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments, der Europaabgeordnete und ÖVP-Delegationsleiter Othmar Karas sowie das Land Tirol. 

Dr. Doris Dialer, welche das Stipendienprogramm bereits vor sieben Jahren ins Leben gerufen hat, zur Relevanz dieser Initiative: "Old-School-Formate wie der Europäische Mediengipfel sind wichtig, denn sie schaffen in einer Welt von Twitter und Facebook die Möglichkeit für einen persönlichen Austausch zwischen Meinungsmachern, Politikern und Wirtschaftstreibenden. Noch wichtiger ist es, dass sich exzellente Studierende der Universität Innsbruck an diesem Diskurs beteiligen können. Nur so entstehen nachhaltige Lerneffekte und Kontakte zu potentiellen künftigen Arbeitgebern". Selbiges soll natürlich auch für die 13. Auflage des Medienmittelpunktes, Ende 2019, gelten. Die diesbezüglichen Planungen sind bereits wieder voll im Gange.