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PRESSESPIEGEL

Brexit: Von Ähnlichkeiten und Unterschieden

Lech, Vorarlberg, 03.12.2018

Von Lea Singer

Lech - Die Briten sind anders. Als "stolz und stur" werden sie beschrieben. Das Selbstverständnis des Inselstaats sei unter anderem von seiner Stellung als Weltmacht in der Kolonialzeit geprägt. Immerhin habe sich auch die Sprache des verhältnismäßig kleinen Landes als anerkannte Weltsprache durchgesetzt. So erklärten am Samstag die Auslands-Korrespondenten von ORF und SRF, Birgit Schwarz und Sebastian Borger, Samstagvormittag in Lech ihre Sicht, warum es zum Austrittswunsch der Briten gekommen ist. Der Abgeordnete zum Europäischen Parlament, Othmar Karas (ÖVP), sieht aber auch Parallelen zu den Festland-Europäern. Sosehr sich die Briten von den restlichen EU Bürgern abheben würden, in den vergangenen zehn Jahren hätten sie auf die Herausforderungen der Finanz- und Flüchtlingskrise durchaus ähnlich reagiert: mit Angst und mit Skepsis gegenüber der Union. Viele hätten befürchtet, dass ihr Land als EU-Mitglied in schwierigeren Zeiten mehr Verantwortung übernehmen müsse, als wenn es allein für sich sünde. Ein Grund dafür sei, dass "die nationalen Politiker zuhause nicht hinter der Europäischen Union gestanden sind. Dort haben sie Brüssel immer nur den schwarzen Peter zugespielt", sagt Karas. Und so hätten die Briten eben geglaubt, ohne EU besser dran zu sein.
Der knapp bevorstehende endgültige Austritt Ende März habe sich auf die Wirtschaft schon stark ausgewirkt. 30 Dienstleistungsfirmen seien seien bereits von der Insel auf das Festland abgewandert - und mit ihnen die Jobs. Doch auch die verbleibenden EU-Länder würden verlieren, betont Karas: "Beim Brexit gibt es keine Gewinner."
Eine Botschaft, die inzwischen fast überall angekommen ist. Laut Eurobarometer ist das Bekenntnis zur EU seit dem Brexit signifikant gestiegen. Das könnte laut
Karas auch eine Chance sein, die EU-Staaten wieder zusammenrücken zu lassen, weil sich gezeigt habe, dass man zusammen stärker sei als allein.
Eine Prognose, was passieren wird, wenn das britische Unterhaus am 11. Dezember den mit der EU ausgehandelten Austrittspakt ablehnt - harter Brexit oder gar keiner -, wollte niemand am Podium wagen.